HDH im Austausch mit Hermann Färber: Klare Forderungen für die Arbeit & Forschung mit Holz
Bei einem Gespräch mit dem CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten Hermann Färber hat der HDH-Präsident Dr. Carsten Merforth die zentralen aktuellen Themen der Holzindustrie eingebracht. Im Mittelpunkt standen die Sicherung der Holzversorgung, der Waldumbau, das LRT-Synergiemodul, die Zukunft der Holz- und Waldforschung sowie die praxistaugliche Umsetzung der EUDR bei Stockkäufen.
Als Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat sowie als forstpolitischer Sprecher und Berichterstatter für die EUDR der CDU/CSU ist Färber ein wichtiger politischer Ansprechpartner. Entsprechend standen insbesondere die aktuellen Rahmenbedingungen für Waldbewirtschaftung und Holzverfügbarkeit im Fokus des Gesprächs. Herr Dr. Merforth machte deutlich, dass Unternehmen der Holzindustrie langfristige Planungssicherheit benötigen und die heimische Rohstoffversorgung nicht durch pauschale Einschränkungen der Waldbewirtschaftung gefährdet werden darf.
Ein zentraler Ansatzpunkt ist dabei die Ausgestaltung des Klimaschutzprogramms und des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz. Er fordert eine aktive nachhaltige Waldbewirtschaftung und die langfristige Holzversorgung stärker zu berücksichtigen. Dazu gehören die Mobilisierung von Klein- und Kleinstprivatwald sowie eine stärkere Verankerung der Holzverwendung, von Holzproduktespeichern und der Holzbauinitiative im ANK
Auch das LRT-Synergiemodul wurde intensiv thematisiert. Der HDH fordert eine grundlegende Überarbeitung und lehnt pauschale Stilllegungen ab. Klimaanpassung und aktive Waldbewirtschaftung müssen möglich bleiben, ebenso die stoffliche Nutzung von Laubholz. Naturschutzmaßnahmen sollten gezielt dort ansetzen, wo besondere ökologische Leistungen erbracht werden, ohne notwendige forstwirtschaftliche Eingriffe auszuschließen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs waren die geplanten Kürzungen bei der Holz- und Waldforschung. Der HDH sieht die Reduzierung der Mittel, um 25 Mio. € kritisch und setzt sich dafür ein, die Forschungsförderung zu stärken und den Titel für die Förderung der nachhaltigen Holzverwendung wieder einzuführen. Herr Färber möchte das Thema mit in seine politische Arbeit nehmen. Damit wollen wir verhindern, dass gerade bei Forschung und Innovation wichtige Grundlagen für die Zukunft der Branche verloren gehen.
Bei der EUDR und dem geplanten Durchführungsgesetz standen insbesondere die Reglungen für Stockkäufe im Fokus. Herr Dr. Merforth setzt sich dafür ein, Stockverkäufe EUDR-konform wie klassische Rundholzeinkäufe zu behandeln und kleinen Forstbetrieben eine praktikable Registrierung als Primärerzeuger beziehungsweise die Beauftragung eines Dritten zu ermöglichen.
Der Dialog mit Herrn Färber und weiteren politischen Ansprechpartnern wird fortgesetzt, um die Anliegen der Holzindustrie frühzeitig in die parlamentarischen Beratungen einzubringen und auf verlässliche Rahmenbedingungen für Waldbewirtschaftung, Holzversorgung und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche hinzuwirken.
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