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Deutsche Säge- und Holzindustrie (DeSH)

DACH-Verbände der Säge- und Holzindustrie fordern Kurskorrekturen



28.01.2026

Weitere Infos:
Paul Westermann
presse@holzindustrie.de



Deutsche Säge- und Holzindustrie (DeSH)
Chausseestr. 99
10115 Berlin
DE

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Die Verbände der Säge- und Holzindustrie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich zu ihrem traditionellen Neujahrstreffen im Haus des Holzes in Berlin mit der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung der Branche und den politischen Initiativen auf europäischer Ebene befasst. Im Mittelpunkt standen die Sicherung der heimischen Rohstoffbasis, die zunehmenden Einschränkungen durch die EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO) sowie die künftige Ausrichtung der CO2-Senkenziele im LULUCF-Sektor vor dem Hintergrund eines dringend notwendigen klimaangepassten Waldumbaus.

 

Die Unternehmen der Säge- und Holzindustrie treffen aktuell auf ein spürbar geringeres Holzaufkommen. „Unsere Betriebe sind auf eine kontinuierliche Versorgung mit heimischem Holz angewiesen. Ohne eine gezielte Mobilisierung des Rohstoffs geraten Wertschöpfungsketten sowie Beschäftigung in den Regionen unter Druck und der dringend erforderliche Waldumbau wird ausgebremst“, erklärt Dr. Stephan Lang, Präsident des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes (DeSH). Neben regional begrenztem Rohstoffaufkommen wirken sich auch eingeschränkte Absatzmöglichkeiten negativ auf die Nutzung bestehender Kapazitäten aus. „Die Baukrise hatte in den vergangenen vier Jahren Mitteleuropa und auch unsere Branche fest im Griff. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Sägeindustrie hängt davon ab, welche Erlöse wir am Markt erzielen können“, betont Markus Schmölzer, Vorsitzender der österreichischen Sägeindustrie. „Wir hoffen, dass die Talsohle nun durchschritten ist und der Baustoff Holz seine Stärken ausspielen kann. Angesichts der gestiegenen Kosten für Energie, Rohstoffe und Personal ist es aber zu früh für Optimismus.“

 

 

 

Regulatorische Hürden bremsen Holzmobilisierung und Waldumbau

 

Die vorgesehenen Vorgaben und Einschränkungen der EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO) verschärfen die schwierige wirtschaftliche Situation zusätzlich und wirken der notwendigen Holzmobilisierung entgegen. „Die W-VO setzt auf einen statischen Ansatz und verkennt die Dynamik des Klimawandels und seine Auswirkungen auf unsere Wälder“, kritisiert Dr. Lang. „Dabei sind gerade Jahre ohne größere Waldschäden entscheidend, um alte und besonders anfällige Wälder zu nutzen, Risiken zu reduzieren und die Wälder aktiv und vorausschauend umzubauen“, unterstreicht Dr. Lang mit Blick auf die Situation vieler Waldbesitzer.

 

 

 

LULUCF-Senkenziele praxisnah gestalten

 

Angesichts der anstehenden Entscheidungen in Brüssel fordern die Verbände zudem eine realistische und kohärente Ausgestaltung der Senkenziele im LULUCF-Sektor. „Klimaschutz braucht bewirtschaftete, stabile und aktiv umgebaute Wälder“, erklären die drei Verbände. „Holznutzung, Waldumbau und CO₂-Senken dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Nur so lässt sich langfristig sowohl die Versorgung mit dem erneuerbaren Rohstoff Holz als auch der Klimaschutz sichern“, betont Michael Gautschi, Direktor des Verbands Holzindustrie Schweiz abschließend.

 

 

 

Starke Partnerschaft im DACH-Raum

 

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH), der Fachverband der Holzindustrie Österreichs und die Holzindustrie Schweiz setzen auf einen regelmäßigen Austausch und eine enge Abstimmung, um zentrale Themen der Wald- und Holzwirtschaft gemeinsam auf europäischer Ebene voranzubringen.

 


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