FÜRTH. Rückenbeschwerden tauchen oft dann auf, wenn wir lange in der gleichen Haltung verharren, etwa beim stundenlangen Sitzen im Homeoffice. Aber auch in der Küche – beim Kochen, Heben und Schneiden – wird der Rücken regelmäßig gefordert. Sei es am Laptop oder am Herd: Wer täglich arbeitet, sollte auf eine rückenfreundliche Haltung achten. „Mit einer ergonomischen Einrichtung lässt sich in beiden Bereichen viel für das eigene Wohlbefinden tun“, sagt Jochen Winning, Geschäftsführer der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM), und gibt die folgenden Empfehlungen.
Die Küche als ergonomischer Arbeitsplatz
Die Küche sollte nicht nur funktional und optisch ansprechend, sondern auch ergonomisch gestaltet werden. Dabei ist vor allem auf eine optimale Arbeitshöhe zu achten. Dank verschiedener Korpusmaße kann die Höhe der Arbeitsfläche, des Kochfelds und der Spüle optimal auf die Körpergröße angepasst werden. Auch lassen sich in einer Küche unterschiedlich hohe Arbeitsbereiche planen, etwa für Paare mit starkem Größenunterschied. Darüber hinaus werden höhenverstellbare Kochinseln und Küchenzeilen angeboten.
Hocheingebaute Elektrogeräte
Auch für die Elektrogeräte gibt es rückenfreundliche Lösungen. Für eine komfortable Nutzung werden Backöfen auf Brusthöhe montiert und auch Geschirrspüler höher eingebaut. Den Alltag erleichtern können Liftsysteme für hohe Oberschränke, die den Schrankinhalt leichter zugänglich machen. Umgekehrt lassen sich mit speziellen Schwenkauszügen schwere Küchengeräte aus dem Unterschrank direkt auf Arbeitshöhe befördern. Durchdachte Stauraumlösungen wie Vollauszüge statt Türen, Apothekerschränke oder Eckschranklösungen mit Dreh- oder Schwenkmechaniken reduzieren unnötiges Bücken oder Strecken. Eine rückenfreundliche Küchenarbeit wird zudem durch eine optimale Anordnung der Funktionsbereiche wie Vorbereiten, Kochen und Spülen unterstützt. „Effiziente Bewegungsabläufe, hochwertige Materialien und langlebige Möbel tragen dazu bei, dass die Küchenausstattung lange Freude bereitet“, stellt Winning fest. „Eine hohe Qualität der Küchenmöbel können Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Kaufentscheidung am RAL-Gütezeichen ‚Goldenes M‘ erkennen.“ Auch die RAL-Gütezeichen „Möbel Schadstoffgeprüft“ und „Möbel Zirkulär Nachhaltig“ sowie das geografische Herkunftsgewährzeichen „Möbel Made in Germany“ seien aussagekräftige Qualitätsnachweise und damit hilfreiche Wegweiser im Möbelhandel.
Ergonomie im Homeoffice: Dynamik schützt den Rücken
Auch der Heimarbeitsplatz sollte angesichts der langen Verweildauer rückenfreundlich eingerichtet werden. Empfehlenswert sind insbesondere elektrisch höhenverstellbare Schreibtische, die wechselnde Positionen zwischen Sitzen und Stehen ermöglichen, sowie ergonomische Bürostühle. Ein dynamischer Arbeitsalltag beugt nachweislich Rückenschmerzen vor. „Qualitätsgeprüfte Möbel helfen, gesundheitliche Sicherheit zu gewährleisten“, sagt der DGM-Geschäftsführer. Große Arbeitsflächen ohne Spiegelungen, eine angenehme Beleuchtung und gut organisierter Stauraum tragen zusätzlich dazu bei, Belastungen zu reduzieren.
„Hochwertige, langlebige und nachhaltige Möbel unterstützen nicht nur die Rückengesundheit, sondern entlasten auch die Umwelt. Geprüfte Materialien, ressourceneffiziente Fertigung und intelligente Möbelkonstruktionen verlängern die Lebensdauer der Produkte und sichern langfristigen Komfort“, so Winning. „Wer sich an den Gütezeichen und Label der DGM orientiert, wird dem Anspruch an einen nachhaltigen Lebensstil gerecht.“
Bild 1: Ein hocheingebauter Geschirrspüler trägt zur rückenfreundlichen Küchenarbeit bei. Foto: DGM/Nolte Küchen
Bild 2: Für eine komfortable Nutzung wird der Backöfen auf Brusthöhe eingebaut. Foto: DGM/Bauformat
Bild 3: Höhenverstellbarer Schreibtisch: Ein dynamischer Arbeitsalltag beugt nachweislich Rückenschmerzen vor. Foto: DGM/fm Büromöbel
Bild 4: Ein gut organisierter Stauraum erleichtert die Tätigkeiten im Homeoffice. Foto: DGM/Möbelwerke A. Decker
Bild 5: Das RAL-Gütezeichen „Goldenes M“ dient Verbraucherinnen und Verbrauchern als Orientierungshilfe beim nachhaltigen Möbelkauf. Graphik: DGM