HDH

Stellungnahme Klimaschutzprogramm

Bis zum 13.01. hatte der HDH Gelegenheit, Maßnahmenvorschläge einzureichen, durch die das Bundesumweltministerium, das für die Klimaschutzprogramme Deutschlands verantwortlich ist, die selbstgesteckten Ziele besser erreichen kann.

22.01.2026

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Bis zum 13.01. hatte der HDH Gelegenheit, Maßnahmenvorschläge einzureichen, durch die das Bundesumweltministerium, das für die Klimaschutzprogramme Deutschlands verantwortlich ist, die selbstgesteckten Ziele besser erreichen kann. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass nachhaltige Waldbewirtschaftung und eine stärkere Nutzung von Holz im Bauwesen gemeinsam einen substanziellen Beitrag zur Klimaneutralität leisten können. 

 

Im LULUCF-Sektor spricht sich der HDH für eine konsequente Stärkung der aktiven, klimaangepassten Waldbewirtschaftung aus. Förderprogramme, die pauschal auf Nutzungsverzicht setzen, müssen kritisch überprüft werden, da sie langfristig die Stabilität der Wälder und ihre CO₂-Aufnahmefähigkeit gefährden. Gleichzeitig plädiert der Verband für den Aufbau moderner Krisenvorsorgemechanismen gegen großflächige Waldschäden. Die Dürrejahre haben gezeigt, dass fehlende Lager- und Verarbeitungsstrukturen nicht nur wirtschaftliche Schäden verursachen, sondern auch die Klimabilanz belasten. Ein modernes Kalamitätspräventionsgesetz könnte hier einen wichtigen Rahmen setzen. Zudem gilt es, den dringend notwendigen Waldumbau insbesondere im Kleinprivatwald durch gezielte Förderungen, rechtliche Vereinfachungen und neue Organisationsformen zu beschleunigen. 

 

Im Gebäudesektor sieht der HDH erhebliches ungenutztes Klimaschutzpotenzial. Holzbau vermeidet fossile Emissionen, speichert Kohlenstoff langfristig in Gebäuden und ersetzt emissionsintensive Baustoffe. Diese Klimaschutzleistung wird in der aktuellen Ökobilanzierung und in Förderprogrammen jedoch nicht ausreichend abgebildet. Der Verband fordert daher eine methodische Weiterentwicklung der Ökobilanzierung mit einem klaren Fokus auf die Reduktion fossiler Emissionen sowie die verbindliche Berücksichtigung des Holzproduktespeichers. Förderprogramme sollten die biogene Kohlenstoffspeicherung explizit honorieren und damit Investitionen gezielt in klimafreundliche Bauweisen lenken. 

 

Darüber hinaus mahnt der HDH den Abbau regulatorischer Hemmnisse an. Veraltete und wissenschaftlich nicht belastbare VOC-Summenwerte behindern den Einsatz heimischer Holzarten im Bauwesen, führen zu Rechtsunsicherheit und konterkarieren Klimaschutzziele durch unnötige Importe und Transportemissionen. Eine sachgerechte, einzelstoffbasierte Bewertung der Innenraumluftqualität ist daher dringend erforderlich. 

 

Die vorgeschlagenen Maßnahmen zeigen: Klimaschutz, nachhaltige Waldbewirtschaftung, Holzbau und wirtschaftliche Entwicklung lassen sich wirksam miteinander verbinden – häufig ohne zusätzliche Haushaltsmittel, aber mit großer Wirkung für Klima, Wertschöpfung und Beschäftigung, insbesondere im ländlichen Raum.  


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