Das haben die Minister beschlossen:
Die Umsetzung der EUDR sei mit erheblichem bürokratischem Aufwand verbunden – auch für Länder wie Deutschland, die keine Entwaldung betreiben. Die Minister fordern die Bundesregierung deshalb auf, sich auf EU-Ebene für praxistaugliche Änderungen einzusetzen.
Zudem sprechen sich die Bundesländer für eine Neubewertung der CO₂-Senkenziele im Landnutzungssektor (LULUCF) aus. Die aktuellen Ziele seien nicht realistisch und führen nur zur weiteren Stilllegung bewirtschafteter Waldflächen. Stattdessen müsse anerkannt werden, dass nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Verwendung von Holzprodukten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Auch zur geplanten EU-Wiederherstellungsverordnung bezieht die Agrarministerkonferenz Stellung. In einer Protokollerklärung spricht sich die Mehrheit der Bundesländer dafür aus, das Vorhaben in der jetzigen Form nicht weiterzuverfolgen. Begründet wird dies mit mangelnder Umsetzbarkeit in der Praxis sowie mit dem Ziel, Bürokratie im Umweltbereich abzubauen.
Das sagt der HDH:
Auch wenn der Beschluss der Agrarminister keine akuten Konsequenzen hat, ist es doch ein positives Signal und eine klare Aufforderung an Bund und EU-Institutionen, auf die Stimmen der Praxis zu hören. Klar ist: Wir werden an den Themen dranbleiben und weiterhin hartnäckig die Positionen aus der holzindustriellen Praxis in Berlin und Richtung Brüssel vertreten.