Laubwälder unter Druck: AGR warnt vor neuen Nutzungseinschränkungen und fordert Kurswechsel
Immer mehr politische Programme und Naturschutzvorgaben schränken die nachhaltige Bewirtschaftung von Laubwäldern ein. Bei den Laubholztagen in Würzburg machte die AGR deutlich, warum diese Entwicklung die Versorgung der Holzindustrie gefährdet und welche Maßnahmen jetzt notwendig sind.
Am 10.06.2026 trafen sich Vertreter der Laubholz verarbeitenden Industrie und der Forstwirtschaft in Würzburg, um über die aktuelle Lage in der Laubholzverarbeitung zu sprechen. Die AGR hielt dabei einen Fachimpuls zum Thema Nutzungseinschränkungen im Laubwäldern. Dabei wurde deutlich, dass die aktive Bewirtschaftung von Laubwäldern aus vielen Richtungen gleichzeitig und mit immer wieder neuen Programmen unter Druck gerät.
Auf der einen Seite sind es die mit umfangreichen Mitteln hinterlegten Programme aus dem Bereich des Klimaschutzes, die unter dem Dach des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz verschiedene Maßnahmen zur Extensivierung der Laubwaldbewirtschaftung fördern. Prominent genannt sei dabei das KlimaWildnis Programm, das immer wieder größere Waldflächen aus Privatbesitz aus Steuergeld finanziert für Naturschutzorganisationen aufkauft.
Auf der anderen Ebene sind es Naturschutzinitiativen, die traditionell die artenreichen Laubwälder im Fokus ihrer Aktivitäten stellen. Hier ist es die Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung, die langfristig vor allem auf den Zustand von Lebensraumtypen der Natura2000 Kulisse abzielt, die vor allem aus Laubwald bestehen.
In der intensiven Diskussion ging es vor allem um neue Herausforderungen für den zügigen Abtransport von geschlagenem Eichenholz um die grassierende Ausbreitung von Schadinsekten und der Entwertung des Holzesvorzubeugen. Vertreter von Forst- und Holzwirtschaft waren sich einig, gemeinsam die Anstrengungen für die Bekämpfung der Entwertung von Eichenholz zu intensivieren.
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