Konjunktur Kunststoffe: Lage stabilisiert sich
„Die Stimmung in der deutschen Kunststoffe verarbeitenden Industrie hat sich im August nach dem scharfen Einbruch infolge des Iran-Krieges im Frühjahr weiter verbessert. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit der aktuellen Geschäftslage als noch im Vormonat und blickten optimistischer auf das kommende halbe Jahr. Die Einschätzung zur aktuellen Lage verbesserte sich deutlich auf +2,2 Punkte (Vormonat: -8,3 Punkte). Der Ausblick auf das kommende halbe Jahr hellte sich ebenfalls deutlich auf, der aktuelle Wert liegt bei -1 Punkten (Vormonat: -10,7 Punkte). In der Summe stieg der Konjunkturindikator im Berichtsmonat spürbar auf +0,6 Punkte (Vormonat: -9,5 Punkte).“
Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Entwicklung der einzelnen Segmente bleibt die Stimmung in der Kunststoffe verarbeitenden Industrie uneinheitlich. Im Durchschnitt der vergangenen drei Monate schätzten die Hersteller von technischen Kunststoffteilen (-3,4 Punkte) die aktuelle Geschäftslage als geringfügig negativ ein, während diese von den Herstellern von Kunststoffverpackungen (-13,8 Punkte), Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen (-11,5 Punkte) sowie Platten und Folien (-4,8 Punkte) deutlich negativer beurteilt wurde. Die Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr fielen in allen Segmenten derKunststoffe verarbeitenden Industrie negativ aus.
Die positivere Entwicklung des Geschäftsklimas ist aus Sicht des HDH vor allem auf die Stabilisierung der Lieferketten nach dem Iran-Krieg zurückzuführen. Gleichwohl bleibt die Lage am Persischen Golf fragil und die Energie- und Rohstoffkosten hoch. Die deutsche Kunststoffe verarbeitende Industrie hofft auf eine Entspannung der weltpolitischen Situation.
Der monatliche Konjunkturindikator Kunststoffindustrie wird vom HDH seit Berichtsmonat Februar 2025 veröffentlicht. Dieser stützt sich auf die vom Münchner ifo Institut durchgeführte monatliche Befragung von repräsentativen Unternehmen aus allen Segmenten der Kunststoffe verarbeitenden Industrie und wird monatlich ermittelt. Die einzelnen Indikatoren bewegen sich zwischen +100 (alle Meldungen positiv) und -100 (alle Meldungen negativ) Punkten.“
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