HDH lehnt 1000 Euro Entlastungsprämie ab
Die Bundesregierung will Bürger finanziell entlasten. Das ist ein richtiges Ziel. Doch der aktuell diskutierte Weg wirft Fragen auf, sagt HDH-Präsident Dr. Carsten Merforth.
Nach der „Inflationsausgleichsprämie“ steht erneut eine steuerfreie Einmalzahlung von bis zu 1.000 € im Raum. Das soll Entlastungen für die Bürger bringen. Aber die Lasten trägt nicht der Staat, sondern die Unternehmen.
Denn: Die Zahlung erfolgt „on top“ zum ohnehin geschuldeten Entgelt. Für viele Betriebe bedeutet das eine zusätzliche finanzielle Belastung, die in der aktuellen wirtschaftlichen Lage kaum zu stemmen ist. Es handelt sich also um ein Geldgeschenk des Staates an die Bürger, das zu Lasten der Unternehmen geht.
Ein Beispiel: Ein mittelständisches Unternehmen mit 50 Beschäftigten müsste 50.000 € zusätzlich aufbringen. Für viele ist das eine echte Herausforderung, gerade in Zeiten, in denen es darum geht, Arbeitsplätze zu sichern und wirtschaftlich stabil zu bleiben. Aber trotzdem werden die Mitarbeiter erwarten, dass die Einmalzahlung ausgezahlt wird.
Die Regierung zwingt Unternehmen in schwieriger wirtschaftlicher Lage in eine überflüssige und im Zweifel wenig motivierende Erklärungsnot, anstatt alternativ Lösungen für die eigentliche Problematik der hohen Energiepreise zu finden. Es braucht daher Maßnahmen, die Bürger direkt entlasten, ohne neue Verpflichtungen und Belastungen für die Unternehmen zu schaffen.
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