EUDR und Holzforschung: Gespräch mit dem Ausschussvorsitzenden Hermann Färber
Bei einem Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Hermann Färber am 24.09.2026 hat HDH-Präsident Dr. Carsten Merforth die zentralen aktuellen Themen der Holzindustrie eingebracht. Im Mittelpunkt standen die Sicherung der Holzversorgung, der Waldumbau, das Lebensraumtypen-Synergiemodul, die Zukunft der Wald- und Holzforschung sowie die praxistaugliche Umsetzung der EUDR bei Stockkäufen.
Färber ist Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat sowie forstpolitischer Sprecher und EUDR-Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion und damit ein wichtiger Ansprechpartner. Entsprechend ging es vor allem um die Rahmenbedingungen für Waldbewirtschaftung und Holzverfügbarkeit. Dr. Merforth machte deutlich, dass die Unternehmen der Holzindustrie langfristige Planungssicherheit benötigen und die heimische Rohstoffversorgung nicht durch pauschale Einschränkungen der Waldbewirtschaftung gefährdet werden darf.
Ein zentraler Ansatzpunkt ist dabei die Ausgestaltung des Klimaschutzprogramms und des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK). Aktive, nachhaltige Waldbewirtschaftung und die langfristige Holzversorgung müssen dort stärker berücksichtigt werden. Dazu gehören die Mobilisierung des Klein- und Kleinstprivatwaldes sowie eine festeVerankerung der Holzverwendung, der Holzproduktespeicher und der Holzbauinitiative im ANK.
Intensiv besprochen wurde auch das LRT-Synergiemodul, ein Förderprogramm für Waldflächen in Natura-2000-Lebensraumtypen. Der HDH fordert eine grundlegende Überarbeitung und lehnt pauschale Stilllegungen ab. Klimaanpassung und aktive Waldbewirtschaftung müssen möglich bleiben, ebenso die stoffliche Nutzung von Laubholz. Naturschutzmaßnahmen sollten gezielt dort ansetzen, wo besondere ökologische Leistungen erbracht werden, ohne notwendige forstwirtschaftliche Eingriffe auszuschließen.
Ein weiterer Schwerpunkt waren die geplanten Kürzungen bei der Wald- und Holzforschung. Der Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 sieht vor, die Mittel für die Wald- und Holzforschung im Einzelplan 10 um rund 24 Mio. € zu reduzieren. Der HDH setzt sich dafür ein, die Forschungsförderung zu stärken und den Titel zur Förderung der nachhaltigen Holzverwendung wieder einzuführen. Gerade bei Forschung und Innovation dürfen keine Grundlagen für die Zukunft der Branche verloren gehen.
Bei der EUDR und dem nationalen Durchführungsgesetz standen die Regelungen für Stockkäufe im Vordergrund. Dr. Merforth setzt sich dafür ein, Stockkäufe EUDR-rechtlich wie klassische Rundholzeinkäufe zu behandeln. Kleine Forstbetriebe sollen sich auf einfache Weise freiwillig als kleine Primärerzeuger registrieren oder einen Dritten damit beauftragen können.
Der HDH wird den Dialog mit Hermann Färber und weiteren politischen Ansprechpartnern fortsetzen, um die Anliegen der Holzindustrie frühzeitig in die parlamentarischen Beratungen einzubringen.
Pressekontakt
Pressekontakt:
