HDH fordert wissenschaftlich fundierte Kriterien im DGNB-System
Der HDH setzt sich in seiner Stellungnahme zum DGNB-Kriterienkatalog „New Construction Buildings, International“ für eine wissenschaftlich fundierte und praxistaugliche Bewertung von Klimawirkungen und Innenraumluftqualität ein. Besonders kritisch sieht der Verband die Nutzung pauschaler Summenkennzahlen wie „GWP total“ oder „TVOC“, da diese die tatsächlichen Klima- und Gesundheitswirkungen verschiedener Bauweisen verzerren können und insbesondere den Holzbau benachteiligen.
Im Bereich Klimaschutz fordert der HDH eine klare Trennung zwischen Emissionen aus der Herstellungsphase von Gebäuden und den Emissionen aus dem Gebäudebetrieb. Fossile Emissionen sollen als zentrale Bewertungsgröße herangezogen werden, während biogene Kohlenstoffflüsse separat ausgewiesen werden. Zudem spricht sich der Verband für ein Bonussystem aus, das die CO₂-Speicherleistung von Holzbauweisen gezielt anerkennt.
Bei der Bewertung der Innenraumluftqualität begrüßt der HDH grundsätzlich die messbasierte Vorgehensweise der DGNB, lehnt jedoch die Nutzung des TVOC-Werts als zentrale Bewertungsgröße ab. Der Verband fordert stattdessen eine ausschließliche Orientierung an gesundheitsbasierten Einzelstoffgrenzwerten. Gleichzeitig setzt sich der HDH für praxistaugliche Regelungen für typische Holzbau-Emissionen wie Terpene ein und fordert eine realistischere Definition von Holzbau, damit moderne Holztragkonstruktionen sachgerecht berücksichtigt werden.
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