HDH fordert gezielte Nachbesserungen beim StromVKG zum Schutz von Biomasse-Nutzung in Betrieben
Der HDH begrüßt die Einführung eines Kapazitätsmarkts zur Sicherung der Stromversorgung, sieht im aktuellen Entwurf des Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetzes (StromVKG) jedoch erhebliche Fehlanreize für die holz- und kunststoffverarbeitende Industrie. Insbesondere warnt der HDH davor, dass staatlich geförderte Biomassekraftwerke den Wettbewerb um Holzrohstoffe weiter verschärfen und die Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Industriebetriebe gefährden könnten.
In seiner Stellungnahme fordert der HDH unter anderem eine klare Übergangsregelung für Biomasse-KWK-Anlagen nach Auslaufen der EEG- oder KWKG-Förderung. Zudem soll die Förderung neuer Biomasseanlagen auf Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen beschränkt werden, die direkt in industrielle Rohstoffverarbeitungsprozesse eingebunden sind. Reine Stromerzeugung aus Holz sowie großskalige Biomassekraftwerke lehnt der HDH ab.
Darüber hinaus fordert der HDH verbindliche Entlastungsregelungen bei der geplanten Kapazitätsumlage für stromintensive Industrien. Der Verband kritisiert außerdem, dass der Gesetzentwurf den Systemwert industrieller Kraft-Wärme-Kopplung und integrierter Energieversorgungssysteme bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Investitionen in kombinierte Systeme aus Biomasse-KWK, Batteriespeichern und Photovoltaik werden dadurch strukturell benachteiligt.
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