EUDR: Holzindustrie warnt vor Handelskonflikten
Berlin, 20.05.2026. Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) warnt im Zuge der EUDR vor Handelskonflikten und fordert von der EU-Kommission eine Vereinfachung der Regelungen für Länder, die ein geringes Entwaldungsrisiko nachweisen können.
Nachdem verschiedene Handelspartner der Europäischen Union sich über das „EUDR Simplification Package“ der EU-Kommission enttäuscht zeigten, mahnt Dr. Carsten Merforth, HDH-Präsident und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Rohholz: „In der angespannten wirtschaftlichen Lage ist der weltweite freie und ungestörte Handel auch mit Holzprodukten ein wichtiges Gut. Die Kritik der USA, aber auch von Kanada und Australien an den neu vorgestellten Regelungen ist nicht von der Hand zu weisen. Die EU hatte in den vergangenen Handelsgesprächen Anpassungen für die EUDR versprochen. Wir appellieren deshalb an die EU-Kommission, die Verhandlungen mit den Handelspartnern der EU noch vor der verbindlichen Anwendung der Verordnung ab 2027 weiterzuführen. Dabei gilt es, nun auch tatsächlich sehr deutlich vereinfachte Regelungen zu finden, wenn in den Herkunftsländern ein geringes Entwaldungsrisiko nachgewiesen werden kann.“
Hintergrund sind die Forderungen der betroffenen Länder an die EU, bei nachweislich niedrigen Entwaldungsrisiken Zugeständnisse bei der aufwendigen Erhebung von Daten im Rahmen der EUDR zuzulassen. Im Rahmen der Anpassung der Verordnung im Dezember 2025 und auch im Rahmen des nun veröffentlichten weiteren „Vereinfachungspakets“ im Mai 2026 hatten sich in diesem Bereich keine Erleichterungen ergeben. Neben den genannten Ländern hatten im vergangenen Monat außerdem Verbände aus Japan und Neuseeland den Status quo der EUDR kritisiert und Vorschläge unterbreitet, wie die EUDR umgesetzt werden könnte.
Pressekontakt
Pressekontakt:
