Die Bundesregierung will 300.000 Hektar Wald stilllegen
Mit dem geplanten Klimaschutzprogramm 2030 will die Bundesregierung eine Waldfläche stilllegen, die größer als das Saarland ist. Damit folgt sie einem Pfad, der eigentlich schon gescheitert ist. Weil Deutschland seine selbst gesetzten Klimaschutzziele insbesondere in den Sektoren Gebäude und Verkehr immer wieder nicht erreicht, werden die Ziele für den LULUCF-Sektor und den Wald immer weiter hochgesetzt.
Innerhalb des LULUCF-Sektors ist es insbesondere auch der Bereich Tierhaltung, der seine Ziele nachhaltig verfehlt. Deshalb muss, salopp gesprochen, der Wald ausbaden, was andere verbockt haben.
Die Folge sehen wir in der untenstehenden Tabelle: Im geplanten Klimaschutzprogramm der Bundesregierung werden die bisherigen Nutzungseinschränkungen im Wald durch das „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz 2.0“ (ANK 2.0) noch einmal vervielfacht. Mehrere Hunderttausend Hektar Wald sollen aus der Nutzung genommen werden!
Dabei hat der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik bereits deutlich gemacht, dass die Maßnahmen ihren klimapolitischen Zweck verfehlen. Denn wenn der Wald nicht nachhaltig bewirtschaftet wird, kann er auch nicht klimastabil umgebaut werden.
Die Maßnahmenverschärfungen des Klimaschutzprogramms gegenüber dem bisherigen Stilllegungsprogramm ANK 2.0:
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Einzelmaßnahmen
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2 Mio. ha inkl Landeswald | 2 Mio. ha im Privat- und Kommunalwald | ||
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250.000 ha | 750.000 ha | ||
| Extensivierung alter Laubwälder der öffentlichen Hand | 30.000 ha | 300.000 ha |
Klar ist, der HDH wird zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung eine offizielle Stellungnahme einreichen und das Gesetz kritisch begleiten.
