Das Klimaschutzprogramm ist ein verschärftes ANK 2.0
Mit dem geplanten Klimaschutzprogramm 2030 folgt die Bundesregierung einem Pfad, der eigentlich schon gescheitert ist. Weil Deutschland seine selbst gesetzten Klimaschutzziele insbesondere in den Sektoren Gebäude und Verkehr immer wieder nicht erreicht, werden die Ziele für den LULUCF-Sektor und den Wald immer weiter hochgesetzt. Das hat fatale Folgen für die nachhaltige Waldwirtschaft.
Innerhalb des LULUCF-Sektors ist es insbesondere auch der Bereich Tierhaltung, der seine Ziele nachhaltig verfehlt. Deshalb muss, salopp gesprochen, der Wald ausbaden, was andere verbockt haben. Die Folge sehen wir in der untenstehenden Tabelle: Die Nutzungseinschränkungen im Wald werden im geplanten Klimaschutzprogramm gegenüber dem ANK 2.0 vervielfacht. Dabei hat der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik bereits deutlich gemacht, dass die Maßnahmen ihren klimapolitischen Zweck verfehlen. Denn wenn der Wald nicht nachhaltig bewirtschaftet wird, kann er auch nicht klimastabil umgebaut werden.
Die Maßnahmenverschärfungen des Klimaschutzprogramms gegenüber dem ANK 2.0:
| Maßnahmen | ANK 2.0 | KSP |
|---|---|---|
| KWM | 2 Mio. ha inkl Landeswald | 2 Mio. ha im Privat- und Kommunalwald |
| KWMPlus | 250.000 ha | 750.000 ha |
| Extensivierung alter Laubwälder der öffentlichen Hand | 30.000 ha | 300.000 ha |
Wir werden das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung kritisch begleiten.
