Brancheninitiative zur Kohlenstoffspeicherung im Holzbau gestartet – Jetzt als Pilotpartner beteiligen
Berlin, 28.05.2025. Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) hat gemeinsam mit der Gesellschaft für Klimaschutz München (GKM) eine Brancheninitiative zur Entwicklung eines Ansatzes für die zertifizierte Kohlenstoffspeicherung im Holzbau und in Holzbauprodukten gestartet. So soll die Speicherleistung von Holz künftig verlässlich zertifiziert werden können. Holzbaubetriebe und Hersteller von Holzbauprodukten können Projektpartner werden.
Im Rahmen der Initiative werden Methodiken entwickelt, Pilotprojekte umgesetzt und Datenmodelle entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgebaut. Ziel ist ein konsistenter Ansatz, der als Grundlage für zukünftige Zertifizierungssysteme dienen kann.
Mehrere Unternehmen beteiligen sich bereits als Pilotpartner, darunter die HASSLACHER Gruppe, Hördener Holzwerk, Rubner, Schilliger Bois, STEICO, Taglieber, Terhalle, ter Hürne, WeberHaus und Wood&Energy.
HDH und GKM rufen weitere Hersteller und Holzbauunternehmen zur Beteiligung auf. Gesucht werden Holzbaubetriebe jeder Größenordnung sowie Hersteller von Holzbauprodukten und -systemen. Unternehmen können sich mit konkreten Projekten, Daten und Praxiserfahrung in die Entwicklung einbringen.
GKM-Geschäftsführer Jochen Winning erklärt:
„Holzbau leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit der Industrie eine fundierte Grundlage zu schaffen, um die Speicherleistung im Holzbau und in Holzprodukten auch verlässlich zu bewerten und vor allem sichtbar zu machen.“
HDH-Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge erklärt:
„Die Teilnahme an der Brancheninitiative lohnt sich: Wer die Standards in der Zertifizierung zur Kohlenstoffspeicherung mitprägt, definiert auch die zukünftigen Spielregeln.“
Hintergrund:
Hintergrund ist der europäische Rahmen für Carbon Removals (CRCF), der auch die Speicherung von biogenem Kohlenstoff in langlebigen Holzprodukten adressiert. Die konkreten Methodiken und Zertifizierungssysteme entstehen dabei im Markt. Für die Holzindustrie ergibt sich daraus die Notwendigkeit, frühzeitig tragfähige und praxistaugliche Lösungen zu entwickeln.
