Bereits mehr als 61 Mio. Euro Steuergelder für Waldstilllegung verschwendet
Eine Kleine Anfrage im Deutschen Bundestag führte zur Veröffentlichung einer Liste mit laufenden und beantragten Vorhaben für Waldflächenstilllegungen, die aus dem Programm KlimaWildnis finanziert werden. Es werden weitaus mehr Flächen „gefördert“ als bislang bekannt.
Bei dem Programm erwerben Naturschutzorganisationen Flächen aus Privat oder Kommunalbesitz zwecks Bewirtschaftungseinstellung vorgeblich aus „Klimaschutzgründen“ und lassen sich den Kaufpreis anschließend vom Bund erstatten.
Es handelt sich dabei um eine Liste, aus der 11 Projekte Waldflächen zugeordnet werden können. Neben den prominent gewordenen Beispielen aus Sachsen-Anhalt (knapp 1.000 Hektar für gut 32 Mio. Euro) und der Hohen Schrecke (etwa 760 Hektar für gut 25 Mio. Euro), die den Löwenanteil ausmachen, finden sich also noch weitere neun Projekte aus ganz Deutschland.
Die Förderquote liegen dabei immer mindestens bei knapp 95% der Projektsumme, die aber bemerkenswerterweise selbst auch immer zwischen 7 und 14% über der Kaufsumme für die Flächen selbst liegen. Die Naturschutzorganisationen haben folglich auch zusätzliche Kosten über den Kaufpreis hinaus geltend gemacht und durchgesetzt.
Insgesamt liegt die Fläche bei ca. 2.290 ha mit einem Fördervolumen von mehr als 61,5 Mio. Euro.
Klar ist, der Bund darf Waldbeseitzer nicht mit Steuergeld dafür bezahlen, dass produktive Waldflächen stillgelegt werden. Wir brauchen unsere Wälder für den klimastabilen Waldumbau, für die Versorgung mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz und für die Substitution fossiler und energieintensiver Materialien. Jeder zusätzliche Hektar Stilllegung verschärft den Druck auf die heimische Rohstoffversorgung.
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