Baugesetzbuch-Novelle: HDH fordert „Bauplanungsrecht für serielles und modulares Bauen“
Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) sieht in der geplanten Novelle des Baugesetzbuchs (BauGB) eine entscheidende Chance, das Serielle und Modulare Bauen in Deutschland zu stärken. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass bestehende Hemmnisse für die klimafreundliche und effiziente Bauweise eingerissen werden.
HDH-Hauptgeschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge erklärt: „Wir brauchen ein Bauplanungsrecht, dass dem seriellen und modularen Bauen gerecht wird. Das Städtebaurecht muss grundsätzlich offen für unterschiedliche Bauweisen bleiben. Gleichzeitig müssen Planungsinstrumente modernisiert werden, damit serielle und modulare Baukonzepte rechtssicher und praktikabel umgesetzt werden können.
In Bezug auf das Serielle Bauen fordert der HDH insbesondere eine Flexibilisierung im Genehmigungsprozess. Wenn sich nach der Erstellung des Bebauungsplan noch kleine technische Änderungen bei seriellen Bautypen ergeben, sollen diese möglich sein, ohne dass das ganze Planungsverfahren neu aufgerollt werden muss.
Darüber hinaus spricht sich der HDH dafür aus, Kommunen in die Lage zu versetzen, Flächen gezielt für Seriell gefertigte Wohnungsprojekte bereitzustellen. So kann Bauland mobilisiert werden, das speziell auf die Anforderungen industrieller Fertigungsweisen zugeschnitten ist.
Im aktuellen Gesetzentwurf wird serielles und modulares Bauen lediglich als Unterpunkt des „kostensparenden Bauens“ behandelt. Dazu Ohnesorge abschließend: „Das wird der Realität nicht gerecht. Industrielle Bauweisen sparen nicht nur Kosten, sondern Zeit, sichern durch die Vorfertigung eine gleichbleibend hohe Qualität und schonen die Ressourcen unserer Erde. Der HDH fordert daher eine eigenständige Verankerung des seriellen Bauens als Abwägungsbelang.“
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