Bayern macht Tempo beim Holzbau – HDH fordert: Jetzt müssen die anderen Länder nachziehen!
Bayern treibt den Bürokratieabbau im Holzbau weiter voran. Mit einem neuen Rundschreiben zur Holzbaurichtlinie (HolzBauRL) und dem Entwurf des Bayerischen Bauturbo-Gesetzes schafft der Freistaat zusätzliche Erleichterungen für den Holzbau und setzt damit ein wichtiges Signal für schnelleres und einfacheres Bauen. HDH hat den Gesetzgebungsprozess eng begleitet und sich mit eigenen Vorschlägen für weitere Vereinfachungen eingebracht.
Ein wesentlicher Fortschritt ist der Verzicht auf Bauartgenehmigungen in weiteren Anwendungsfällen. Künftig genügt in Bayern in vielen Fällen der Nachweis nach der Holzbaurichtlinie (HolzBauRL). Zusätzliche Bauartgenehmigungen entfallen – auch dann, wenn ein Gebäude außerhalb des ursprünglichen Anwendungsbereichs der Richtlinie liegt. Das verkürzt Genehmigungsverfahren, reduziert Bürokratie und erleichtert den Einsatz moderner Holzbauweisen.
Auch der Entwurf des Bayerischen Bauturbo-Gesetzes enthält zahlreiche Maßnahmen, die der HDH ausdrücklich begrüßt. Dazu gehören Erleichterungen für Umbauten, Dachgeschossausbauten und Aufstockungen, vereinfachte Brandschutzanforderungen im Gebäudebestand sowie eine Ausweitung der Genehmigungsfiktion. Ziel ist es, Wohnungsbauprojekte schneller umzusetzen und den Aufwand für Bauherren und Behörden deutlich zu reduzieren.
Der HDH hat sich zusammen mit dem DHWR mit einer gemeinsamen Stellungnahme aktiv in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht. Darin schlagen die Verbände weitere Verbesserungen vor – unter anderem bei den Anforderungen an Brandwände, Laubengänge und Aufstockungen sowie durch mehr Rechtssicherheit für innovative Holzbaulösungen.
Bayern zeigt, wie Holzbau durch praxistaugliche Regelungen gestärkt werden kann. Nun gilt es, diese erfolgreichen Ansätze auch auf andere Bundesländer zu übertragen. Der Verband setzt sich deshalb dafür ein, dass die Erfahrungen Bayerns in die Beratungen der Bauministerkonferenz einfließen, die Muster-Holzbaurichtlinie weiterentwickelt und die Landesbauordnungen bundesweit stärker harmonisiert werden. Einheitliche und praxisnahe Regelungen würden den Holzbau in ganz Deutschland beschleunigen und einen wichtigen Beitrag zu mehr Wohnungsbau leisten.
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