
Möbel
Die deutsche Möbelindustrie
Die deutsche Möbelindustrie setzt insgesamt jährlich rund 20 Milliarden Euro um. In den rund 1.000 Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten sind circa 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.
Die größte Sparte der Branche stellen die Hersteller von Küchenmöbeln dar, gefolgt von den Ess-Wohn- und Schlafzimmermöbeln, den Büro- und Ladenmöbeln, Polstermöbeln und Matratzen.
Die Produktionsstätten der Branche liegen schwerpunktmäßig in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Weitere wichtige Standorte befinden sich in Niedersachsen, Hessen und Sachsen. Rund ein Drittel der Produktion geht in den Export. Den größten Auslandsmarkt stellt Frankreich vor der Schweiz, Österreich und den Niederlanden dar. Zu den wichtigsten außereuropäischen Märkten gehören die Vereinigten Staaten und China.
Mit dem 2020 gestarteten RAL-Herkunftslabel „Möbel Made in Germany“ wollen sich die deutschen Möbelhersteller weitere Absatzchancen erschließen. Das geographische Herkunftsgewährzeichen steht für Qualitätsmöbel aus deutscher Produktion.
Der Verband der Deutschen Möbelindustrie
Der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) ist der größte Branchenverband innerhalb des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH). Der VDM vertritt die deutschen Möbelhersteller indirekt, denn seine Mitglieder sind die Fachverbände der Möbelbranche. Die Hauptaufgabe des VDM besteht in der Wahrung und der Vertretung der wirtschaftlichen, politischen sowie technischen Interessen der Möbelindustrie gegenüber Politik, Gewerkschaften und Öffentlichkeit. Der Verband arbeitet auf Bundesebene und pflegt zudem den Austausch mit europäischen Wirtschaftsverbänden.
Innerhalb des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie gibt es weitere Fachverbände, die einzelne Segmente der Möbelindustrie wie die Polster oder Küchenmöbelindustrie repräsentieren.