Esche ist Baum des Jahres: Warum Forschungsförderung für die Holzindustrie wichtig ist
Die Esche ist Baum des Jahres 2027 – und zeigt beispielhaft, warum die Holzindustrie eine verlässliche Forschungsförderung braucht. Forschung hilft, bedrohte Baumarten zu erhalten, die Rohstoffversorgung zu sichern und neue Verwendungsmöglichkeiten für heimisches Holz zu erschließen. Der HDH setzt sich deshalb gegen Kürzungen bei der Wald- und Holzforschung ein.
Ob als Parkett, Möbel oder Furnier: Eschenholz ist ein wertvoller Rohstoff für die Holzindustrie. Doch das Eschentriebsterben bedroht die heimische Baumart und damit auch ihre künftige Verfügbarkeit. Die Wahl der Gemeinen Esche zum Baum des Jahres 2027 lenkt deshalb den Blick auf eine entscheidende Frage: Wie können wir heimische Baumarten erhalten und ihr Holz langfristig für die Unternehmen verfügbar halten?
Eine wichtige Antwort liefert die Forschung. Geförderte Projekte untersuchen, wie sich die Esche trotz der Erkrankung langfristig erhalten lässt. Solche Arbeiten brauchen Zeit und eine verlässliche Finanzierung. Für den HDH macht das Beispiel deutlich: Wald- und Holzforschung sichert wesentliche Grundlagen der industriellen Wertschöpfung.
Vom Erhalt der Baumarten bis zur Verarbeitung im Betrieb
Für die Unternehmen kommt es auf beide Seiten an: auf stabile, produktive Wälder und auf die wirtschaftliche Nutzung des verfügbaren Holzes. Während die Waldforschung Grundlagen für den Erhalt und die Anpassung heimischer Baumarten schafft, entwickelt die Holzforschung neue Verarbeitungsverfahren und Produkte. Der Transfer dieser Erkenntnisse in die Betriebe hilft, neue Einsatzmöglichkeiten zu erschließen.
Mit dem Waldumbau gewinnt insbesondere die Nutzung von Laubholz an Bedeutung. Forschung kann dazu beitragen, das sich verändernde Rohstoffangebot für die industrielle Verarbeitung nutzbar zu machen. Damit stärkt sie die Versorgungsperspektiven und die Innovationsfähigkeit der Holzindustrie.
HDH fordert verlässliche Forschungsförderung
Die geplanten Kürzungen bei der Wald- und Holzforschung im Bundeshaushalt 2027 stehen diesen Aufgaben entgegen. Der HDH fordert den Deutschen Bundestag deshalb auf, die Kürzungen in den laufenden Haushaltsberatungen zurückzunehmen und die Forschungsförderung verlässlich abzusichern.
Die Esche zeigt, was dabei auf dem Spiel steht: Wer heimische Baumarten und ihre wirtschaftliche Nutzung langfristig sichern will, muss heute die wissenschaftlichen Grundlagen dafür schaffen. Für die Unternehmen geht es um ihren Rohstoff, neue Produkte und die Zukunft ihres Standorts.
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