Bundesregierung will Holzforschung radikal zusammenkürzen – DHWR macht Druck
Die Bundesregierung plant für 2027 massive Kürzungen bei der Wald- und Holzforschung. Das ist ein falscher Weg zur falschen Zeit. Gerade während der klimabedingte Waldumbau die Branche vor enorme Herausforderungen stellt, drohen wichtige Forschungskapazitäten und damit wertvolles Know-how verloren zu gehen. Der DHWR setzt sich deshalb dafür ein, die Kürzungen im laufenden Haushaltsverfahren noch abzuwenden.
Ein wichtiger Schritt, um die Kürzungen aufzuhalten war ein Gespräch mit der zuständigen Berichterstatterin Esther Dilcher, im Haushaltsausschuss. DHWR-Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge machte dabei deutlich, welche Folgen ein Kahlschlag bei der Forschungsförderung hätte. Die Branche steht vor gewaltigen Aufgaben: Der Klimawandel verändert die Wälder und damit auch die künftig verfügbaren Holzarten. Waldschäden müssen frühzeitig erkannt, neue Verwendungsmöglichkeiten insbesondere für Laubholz entwickelt und Kreislaufwirtschaft sowie Holzbau weiter vorangebracht werden. Dafür braucht es Forschung, Innovation und einen funktionierenden Wissenstransfer in die Unternehmen.
Haushaltsverfahren noch nicht entschieden
Im Gespräch machte Esther Dilcher deutlich, dass die Haushaltsberatungen für 2027 noch laufen und damit weiterhin politische Handlungsspielräume bestehen. Zusätzliche Mittel im Einzelplan 10 könnten allerdings nur durch Umschichtungen an anderer Stelle geschaffen werden.
Deshalb muss der der politische Druck jetzt erhöht werden. Dilcher regte weitere Gespräche mit Haushaltsberichterstattern und den zuständigen Ministerien an. Als weitere Ansatzpunkte wurden unter anderem Gespräche mit Daniel Walter, dem zuständigen Berichterstatter für den Klima- und Transformationsfonds, sowie eine stärkere Befassung der Agrarministerkonferenz mit dem Thema genannt.
Der DHWR wird diese Möglichkeiten in den kommenden Wochen nutzen und die Gespräche auf politischer Ebene fortsetzen. Ziel bleibt, die drohenden Kürzungen abzuwenden und eine verlässliche Finanzierung der Wald- und Holzforschung sicherzustellen.
Pressekontakt
Pressekontakt:
