HDH und IG Metall einigen sich auf Eckwerte zur Neuordnung des Holzbearbeitungsmechanikers
Berlin/Frankfurt, 04.05.2026 – Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HDH) und die IG Metall haben sich auf ein gemeinsames Eckwertepapier zur Neuordnung des Ausbildungsberufs Holzbearbeitungsmechaniker verständigt. Damit soll eine über 20 Jahre alte Ausbildungsverordnung ersetzt werden.
Das Eckwertepapier, das der HDH gemeinsam mit dem Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) auf Basis einer branchenweiten Mitgliederbefragung und unter aktiver Einbindung von Ausbildungsbetrieben als Sachverständige erarbeitet hat, wurde im Dialog mit der IG Metall weiterentwickelt. Neben den Sozialpartnern war auch das Lehrinstitut für Holztechnik Rosenheim stellvertretend für die weiteren Lehrinstitute in den Prozess eingebunden. Die letzte Ausbildungsverordnung für den Holzbearbeitungsmechaniker stammt aus dem Jahr 2004.
HDH-Hauptgeschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge erklärt:
„Die Holzindustrie braucht Fachkräfte, die moderne Anlagen und digitale Prozesse beherschen. Ein modernes, attraktives Berufsbild, das die Realität hoch technisierter Produktionsprozesse widerspiegelt, ist ein entscheidender Faktor dafür, dass sich Schulabgänger für eine Ausbildung in der Holz-Branche entscheiden. Mit dem Eckpunktepapier haben wir eine sehr gute Grundlage, dass der Ausbildungsberuf den Innovationen der Branche gerecht wird und attraktiv für junge Azubis bleibt.“
Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des DeSH und Aufsichtsratsmitglied der Holzfachschule Bad Wildungen erklärt:
„Die Säge- und Holzindustrie hat sich in den letzten 20 Jahren grundlegend verändert. Wer heute in einem Betrieb arbeitet, steuert hochautomatisierte Anlagen und trägt Verantwortung für komplexe Produktionsprozesse. Es war höchste Zeit, dass die Ausbildungsverordnung diese Realität abbildet und ich bin froh, dass wir mit der IG Metall einen konstruktiven Partner haben, der diesen Anspruch teilt.“
So geht es jetzt weiter:
Die Einigung bildet die Grundlage für das offizielle Neuordnungsverfahren beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, das noch im Laufe des Jahres 2026 eingeleitet werden soll. Auf diesen ersten Schritt folgt ein mehrstufiger Prozess, in dem Sachverständige aus Betrieben, Berufsschulen und weiteren Institutionen die konkreten Ausbildungsinhalte gemeinsam erarbeiten werden. Der HDH wird seine Mitglieder weiter eng in das Neuordnungsverfahren einbinden. Betriebe mit Interesse an einer Mitwirkung können sich direkt an die Geschäftsstelle wenden.
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