Holzeinschlag sinkt trotz Rekordpreisen
Der Holzeinschlag in deutschen Wäldern ist 2025 trotz eines attraktiven Umfelds für den Verkauf von Nadelrundholz im Vergleich zum Vorjahr um 6,4% gesunken.
Die Gründe sind nach Erkenntnissen der AGR vielschichtig: So ist eine Ursache wohl die eigentlich positive Nachricht, dass der Anteil des Holzeinschlags, der auf Schäden zurückzuführen ist, noch einmal deutlich gesunken ist. Sowohl die Menge des durch Insekten als auch die durch Windwurf/-bruch verursachten Schadholzmengen gingen 2025 noch einmal um über 50% zurück. Im Vergleich zum Rekordjahr des Schadholzeinschlags durch Insekten im Jahr 2020 ist die Schadholz-Einschlagsmenge um 81,8% zurückgegangen. Vor allem die Fichte ist es, die nun in der Rohholzversorgung fehlt.
Der Übergang in den Regelbetrieb des Nadelholzeinschlags soll wohl in einigen Forstbetrieben nicht reibungslos vonstatten gegangen sein.
Eine weitere (positive) Begründung ist das Forcieren von Durchforstungsmaßnahmen, die in den Krisenjahren bewusst operationell zurückgestellt worden sind, um sich auf die Aufarbeitung des Schadholzes zu konzentrieren.
Entsprechend wurde 2025 wieder mehr Industrieholz als Energieholz (20,6 bzw. 18,7% Anteil am Gesamteinschlag) ausgehalten. Den Hauptanteil hat nach wie vor das Stammholz.
Zusammen mit den steigenden Energiekosten und dem schleppenden konjunkturellen Absatz stellen die Schwierigkeiten in der Rohholzversorgung eine weitere deutliche Belastung der Betriebe dar, die in Deutschland auf der Basis von Holz wirtschaften.
Pressekontakt
Pressekontakt:
