Zweitägige VDM-Pressereise führte nach Ostwestfalen-Lippe
„Von der Manufaktur bis zur industriellen Fertigung“: Die zweitägige VDM-Pressereise führte diesmal in die Möbelhochburg Ostwestfalen-Lippe. Mit 13 Journalistinnen und Journalisten wurden am 4. und 5. März 2026 drei Familienunternehmen besucht, die die Vielfältigkeit und Innovationskraft der Branche auf eindrucksvolle Weise verkörpern.
Vom Bielefelder Hauptbahnhof aus ging es zunächst nach Werther zur Firma Werther – Die Möbelmanufaktur. Lea und Klaus Oberwelland stellten ihr 1919 gegründetes Traditionsunternehmen vor, das auf die handwerklich geprägte Fertigung hochwertiger Polstermöbel im zeitlos-modernen Designstil spezialisiert ist und mit vielen Sonderanfertigungen für individuelle Kundenwünsche heraussticht.
Anschließend besichtigte die Gruppe das rund 20.000 Quadratmeter große Endmontage- und Logistikwerk und den Showroom der Rietberger Möbelwerke (RMW Wohnmöbel). Das 2003 gegründete Unternehmen hat sich in kurzer Zeit zu einem der größten deutschen Systemmöbelproduzenten entwickelt. An den drei deutschen Standorten werden mit rund 500 Mitarbeitern individuelle Kundenkommissionen für Ess-, Wohn- und Schlafzimmer, Flur und Homeoffice hergestellt. RMW beliefert nahezu alle deutschen Einrichtungshäuser und eine Vielzahl von Kunden in Österreich, der Schweiz und Benelux. Die für 2028 geplante Übergabe der Geschäftsführung an seine drei Söhne André, Thomas und Martin bereitet Gründer Rudolf Eikenkötter bereits seit einiger Zeit vor.
Beim abendlichen Pressegespräch erläuterte Verbandspräsident Leo Lübke, dass die Wurzeln der Möbelindustrie in Ostwestfalen bis ins 19. Jahrhundert reichen. Durch die dichten Wälder und den leichten Zugang zum Rohstoff Holz bot die Region ideale Bedingungen für die Möbelproduktion. Zahlreiche Tischlereien und kleinere Werkstätten entstanden. Einen entscheidenden Impuls erhielt die Region durch die Inbetriebnahme der Köln-Mindener Eisenbahn im Jahr 1847. Über die Verbindung konnte die wachsende Nachfrage aus dem Ruhrgebiet bedient werden, wo der Wohlstand im Zuge der Industrialisierung zunahm und sich die Einrichtungsgewohnheiten veränderten. Die ostwestfälischen Handwerksbetriebe erweiterten ihre Kapazitäten und führten industrielle Produktionsverfahren ein.
Auf die aktuellen Herausforderungen machte Verbandsgeschäftsführer Jan Kurth aufmerksam und nannte hier vor allem das schwache Konsumklima, den schleppenden Wohnungsbau, die US-Zölle und den hohen Importdruck. Für das laufende Jahr zeigte er sich vorsichtig optimistisch. Im ersten Halbjahr sei mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen, in der zweiten Jahreshälfte mit einer leichten Belebung. Für das Gesamtjahr prognostiziert Kurth einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Möglicherweise sei ein kleines Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich machbar.
Am nächsten Morgen führte Technik-Geschäftsführer Dirk Krupka die Pressevertreterinnen und -vertreter durch das hochautomatisierte Werk von Häcker Küchen in Venne, wo mit modernsten Produktionsabläufen und digitalisierten Prozessen täglich 220 Küchen entstehen. Anschließend gab Vertriebsgeschäftsführer Matthias Berens am Stammsitz in Rödinghausen Einblick in die weitere Internationalisierungsstrategie. Karin Padinger stellte das neue Store-Konzept vor, mit dem der Markenauftritt von Häcker im Ausland vorangetrieben werden soll. Der bedeutende Küchenmöbelhersteller produziert zeitlos schöne, qualitativ hochwertige und nachhaltige Küchenmöbel. In den fünf Werken des inhabergeführten Unternehmens entstehen täglich rund 1000 Küchen.
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