Tag des Baumes: HDH fordert mehr Klimaflexibilität in der Waldpolitik
Berlin, 25. April 2025 – Zum internationalen Tag des Baumes ruft der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) dazu auf, die Forschung und den Anbau klimaresistenter Baumarten und Herkünfte zu fördern. Nur so kann ein Wald entstehen, der zunehmende Hitze und Trockenheit standhalten und weiterhin wertvollen Rohstoff liefern kann.
HDH-Hauptgeschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge erklärt:
„Der Klimawandel bedroht die Zukunft unserer Wälder. Wir müssen sie für den Erhalt aktiv gestalten, damit sie besser mit Hitze und Wassermangel zurechtkommen. Dafür braucht es auch standortfremde Baumarten, die das künftige Klima besser vertragen.“
Einige nichtheimische Baumarten wie der Baum des Jahres 2025 – die Roteiche – vertragen die Trockenheit und Hitze besser als andere. Sie wächst schnell, ist feuerfest und hat nur wenige Fressfeinde. Viele Förster und Waldbesitzer setzen daher auf Bäume wie die Roteiche, um ihre Wälder fit für die Zukunft zu machen. Doch damit stehen sie im Konflikt mit Deutschlands Bürokratie: Die Roteiche und andere hitzeresistente Baumarten gelten in vielen Landesbehörden als „nicht heimisch“. Sie unterliegen daher strengen Bestimmungen und Förster können sie nur vereinzelt anpflanzen. „Der HDH fordert, bürokratische Hürden für den gezielten Anbau klimafester Baumarten abzubauen. Arten wie die Roteiche dürfen nicht länger pauschal ausgeschlossen werden, wenn sie zur Stabilisierung unserer Wälder beitragen. Auch darf man aktuell stark geschädigte Baumarten wie die Fichte nicht einfach abschreiben. Es gilt hier in Forschung zu investieren, um Herkünfte der Fichte aus trockenen Regionen bei uns anzusiedeln und so als wichtigen Rohstofflieferant in Mischwäldern zu erhalten.“
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